Im 75. Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gedenken wir am Volkstrauertag den Opfern von Gewalt und Krieg, an Kindern, Frauen und Männer aller Völker.  Der zweite Weltkrieg alleine kostete unvorstellbare 60 bis 70 Millionen Menschenleben.

Morgen gedenken wir der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren. Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde. Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten. Wir trauern aber auch um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

In den vergangenen Jahrzehnten haben wir gerne die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag mit unserer Musik begleitet. Ein letzter stiller musikalischer Auftritt des Jahres, eine gerne wahrgenommene Pflicht. Morgen werden wir das Lied vom guten Kameraden nicht spielen. Nichts desto trotz sind wir in unseren Gedanken ganz nahe an der Botschaft des Tages.

Nie wieder Krieg,
nie wieder Nationalsozialismus.

Ich hatt’ einen Kameraden,
Einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
In gleichem Schritt und Tritt.

Eine Kugel kam geflogen,
Gilt’s mir oder gilt es dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt mir vor den Füßen,
Als wär’s ein Stück von mir.

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad.
Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib du im ew’gen Leben
Mein guter Kamerad!

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